Inschriftenkatalog: Stadt Darmstadt und Landkreise Darmstadt-Dieburg sowie Groß-Gerau
Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.
DI 49: Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau (1999)
Nr. 344 Mosbach, Katholische Kirche 1619
Beschreibung
Grabplatte der Ursula Diemar. Die Platte aus rotem Sandstein ist heute außen an der Westwand der Kirche angebracht. Die Grabinschrift (A) läuft zwischen Linien um und geht am Schluß auf der linken Leiste in die zweite Zeile über, so daß dort die Buchstaben wesentlich kleiner sind. Das Feld trägt ein Kreuz, das auf einem Totenschädel mit zwei gekreuzten Knochen steht. Darunter ist eine Mahninschrift (B) angebracht. Die Platte weist deutliche Abwitterungsspuren auf.
Maße: H. 202, B. 85, Bu. 4,2–7,1 cm.
Schriftart(en): Kapitalis.
- A
ANNO · 1619 · DEN · 26 / MARTII IST · IN CHRISTO ENTSCHLAFEN DIE DVGENTSAME / FRAW VRSVLA DIE[M]ARIN / IHM HAVS MOSBACH · 5 IAHR · SCH[A]FFNERIN DEREN SEEL GOTT / GNEDIG SEIE AMEN
- B
MEMENTO · MORI / HODIE MIHI / CRAS TIBI
Übersetzung:
(B) Gedenke des Todes. Heute mir, morgen dir.
Anmerkungen
- Dörr 59.
Nachweise
- Dörr, Mosbach 59 (Umzeichnung).
Zitierhinweis:
DI 49, Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Nr. 344 (Sebastian Scholz), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di049mz06k0034407.
Kommentar
Ursula Diemars Mann war Schaffner (Verwalter) der Mosbacher Johanniterniederlassung. Nach seinem Tod übernahm sie sein Amt und übte es fünf Jahre lang aus.1)