Junge
Menschen für Jobs der Zukunft begeistern und ausbilden
Junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik
zu begeistern – das ist eines der großen Zukunftsthemen, da gerade Kenntnisse
in diesen Bereichen in vielen Berufen von immer größerer Bedeutung sind. Um
diese Entwicklung auch in Mayen-Koblenz verstärkt voranzutreiben, hatte sich
der Landkreis beim MINT-Förderwettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz beworben
und wurde nun als MINT-Region ausgezeichnet. Mit einer Förderung von 30.000
Euro können in den nächsten zwei Jahren gezielte Projekte in MYK angestoßen um
umgesetzt werden.
„Schon heute arbeitet jeder fünfte Beschäftigte in Mayen-Koblenz im
MINT-Sektor, Tendenz steigend. Gleichzeitig werden die vorhandenen Fachkräfte
immer älter. Kurz gesagt: MINT-Fachkräfte sind Mangelware. Deshalb freuen wir
uns sehr, dass Mayen-Koblenz als Projekt-Region ausgewählt wurde“, sagt Landrat
Dr. Alexander Saftig. Gemeinsam mit regionalen Kooperationspartnern wie
Kommunen, Schulen, Hochschulen, Wirtschaftspartnerpartnern sowie weiteren
MINT-Akteuren nimmt der Landkreis nun seine Arbeit auf. „Ziel unserer Arbeit
ist es unter anderem, Karriere- und Berufschancen in diesem Bereich aufzuzeigen
und bereits eine Frühförderung für MINT-Berufe sicherstellen“, erläutert Henning
Schröder, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein.
Als Beispiele dafür nennt Schröder eine bessere Abstimmung schulischer
MINT-Bildung mit außerschulischen Angeboten. Auch eine Förderung junger
Menschen soll, sowohl in der Breite als auch gezielt als Talentförderung, ins
Auge gefasst werden. „Darüber hinaus müssen wir auch an vermeintlich kleine
Stellschrauben drehen. Zum Beispiel braucht nicht jede Schule einen eigenen Experimentier-Raum. Ein gutes
Buchungssystem ermöglicht vielen Gruppen einen freien Zugang zu Räumlichkeiten,
die ansonsten nicht ausgelastet wären“, sagt Henning Schröder. Und auch das
öffentliche Verständnis für die große Bedeutung dieses Sektors und den Stellenwertes
der Berufs- und Studienorientierung sei Kernaufgabe der nächsten
Projektschritte.
Hintergrundinformation
Mit dem rheinland-pfälzischen Förderwettbewerb für MINT-Regionen wurde
seit 2018 die regionale Entwicklung von innovativen MINT-Netzwerken
unterstützt. Die Ministerien für Bildung sowie für Wirtschaft, Verkehr,
Landwirtschaft und Weinbau und für Wissenschaft und Gesundheit richteten den
Förderwettbewerb dabei jedes Jahr gemeinsam aus. Eine Jury, bestehend aus
Expertinnen und Experten der drei Ministerien sowie der Landesvereinigung rheinland-pfälzischer
Unternehmerverbände, der Körber Stiftung sowie des Pädagogischen
Landesinstituts, war mit der Auswahl der Siegerregionen betraut.