Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Wir sorgen für ein Comeback der Infrastruktur! Eine leistungsfähige, moderne und effiziente Verkehrsinfrastruktur ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von zentraler Bedeutung. Sie zu sichern, ist deshalb das zentrale verkehrspolitische Ziel der Bundesregierung. Das gilt auch für wichtige Maßnahmen im Zuge von Bundesstraßen wie hier in Gerolstein, die dazu beitragen, dass wir die Infrastruktur verbessern. Deshalb investieren wir hier als Bund fast 16 Millionen Euro. Davon profitiert die gesamte Region.“
Achim Schwickert, Verkehrsminister des Landes Rheinland-Pfalz: „Mit dem heutigen Spatenstich kommen wir dem Ziel, den Verkehr in Gerolstein zukunftsfähig aufzustellen und die Verkehrssicherheit zu verbessern, einen großen Schritt näher. Mit Fertigstellung des Gesamtpaketes bis Ende 2028 wird in Gerolstein eine moderne, leistungsfähige Verkehrsader entstehen, die auch die verkehrliche Entwicklung der Stadt Gerolstein berücksichtigt.“
Als einzige innerörtliche Querungsmöglichkeit für den motorisierten Individualverkehr über die Kyll und die Eisenbahnstrecke Köln – Trier kommt der Hochbrücke eine besondere Bedeutung für die Mobilität in Gerolstein zu. Sie verbindet die nördlichen und südlichen Stadtteile miteinander und ist damit von zentraler Bedeutung für die Erreichbarkeiten innerhalb des Stadtgebiets. Da die im Jahr 1952 errichtete Brücke den heutigen baulichen und verkehrlichen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde, waren eine Modernisierung und Erneuerung der Verkehrsanlage erforderlich.
Mit Vorliegen des Baurechts, dem Abschluss der bauvorbereitenden Planungsarbeiten durch den Landesbetrieb Mobilität und der Sicherstellung der Finanzierung durch den Bund konnte bereits im März mit den Gründungsarbeiten für die Fundamente der Widerlager der neuen Hochbrücke begonnen werden. Der Ersatzneubau umfasst weit mehr als die eigentliche Brücke: Neben einer breiteren Fahrbahn mit beidseitigen Radfahrstreifen und Gehwegen wird auch die lichte Höhe über den Gleisen erhöht, um die Voraussetzungen für eine spätere Elektrifizierung der Eifelstrecke zu schaffen. Zudem werden die angrenzenden Knotenpunkte nördlich und südlich der Brücke als Kreisverkehre neugestaltet.
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei rund 20,5 Millionen Euro. Der Bund stellt für die Straßenbrücke einschließlich des Anteils der Deutschen Bahn AG am Brückenbauwerk mit rund 16 Millionen Euro den überwiegenden Teil der Kosten bereit. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit rund 1,5 Millionen Euro, während die Stadt Gerolstein für den Ausbau der kommunalen Verkehrsinfrastruktur rund 3 Millionen Euro aufwendet.
Ergänzend werden im Auftrag der Stadt Gerolstein ein Park-and-Ride-Parkplatz sowie ein Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) errichtet. Das Land beabsichtigt, diese Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro zu unterstützen.
