B 410 - Ersatzneubau der Hochbrücke und angrenzender Knotenpunkte in Gerolstein
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Seit März 2026 laufen die Arbeiten zum Ersatzneubau der Hochbrücke in Gerolstein, inklusive der angrenzenden Knotenpunkte.
Gerolstein ist eine Stadt in der Vulkaneifel mit ca. 8.000 Einwohnern. Geprägt wird sie durch ihre besondere Lage im Flusstal der Kyll und umgeben von steil aufragenden Dolomit-Felsformationen. Die Stadt wird von der Bahnlinie sowie der Kyll durchkreuzt. Die Hochbrücke überführt als einzige innerörtliche Querungsmöglichkeit die Bundesstraße 410 über die Gleisanlagen der Eisenbahnstrecke Köln-Trier, die Bahnhofstraße sowie die Kyll. Sie verbindet die nördlichen und südlichen Stadtteile miteinander. Täglich passieren sie ca. 15.000 Fahrzeuge. Hiervon entfallen ca. 7 Prozent auf den Schwerverkehr – also 1.080 Schwerverkehrsfahrzeuge.
Da die im Jahr 1952 errichtete Brücke den heutigen baulichen und verkehrlichen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde, ist eine Modernisierung und Erneuerung erforderlich. Die neue Brücke ist als zweifeldriges Bauwerk mit einer Gesamtstützweite von ca. 107 m konzipiert.
Das Großprojekt umfasst weit mehr als die eigentliche Brücke: Neben einer breiteren Fahrbahn mit beidseitigen Radfahrstreifen und Gehwegen wird auch die Höhe über den Gleisen erhöht, um die Voraussetzungen für eine spätere Elektrifizierung der Eifelstrecke zu schaffen. Zudem werden die angrenzenden Knotenpunkte nördlich und südlich der Brücke als Kreisverkehre neugestaltet. Dabei werden die beiden nördlichen Knotenpunkte zu einem Kreisverkehrsplatz in Form einer „liegenden 8“ umgebaut und zusammengefasst.
Aktuelle Meldungen / Baufortschritt
Der Bau der neuen Hochbrücke in Gerolstein geht zügig voran. Wir informieren über den aktuellen Baufortschritt.
In dieser Woche wurden die Bohrarbeiten am nördlichen Brückenkopf abgeschlossen. Jetzt wird mit den Aushubarbeiten für das Fundament zur Herstellung der sogenannten Pfahlkopfplatte des Widerlagers begonnen. Für die anschließenden Stahlbetonarbeiten wird ein weiterer Kran aufgestellt.
Die Arbeiten für die Zufahrt der Behelfsumfahrung von der B 410 auf die Bestandsbrücke haben begonnen. Hier wird eine Dammschüttung erstellt, die seitlich teilweise mit einer Trägerbohlwand gesichert wird. Die Systembrücke für den mittleren Teil der Behelfszufahrt wird voraussichtlich Anfang August geliefert und eingehoben. Im Anschluss daran wird die Zuwegung auf die Bestandsbrücke mit Betonfertigteilen und Ortbeton erstellt.
Am neuen Kreisverkehr am südlichen Brückenkopf wurden die Asphaltarbeiten durchgeführt.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Achim Schwickert den symbolischen Spatenstich für den Ersatzneubau der Hochbrücke Gerolstein im Zuge der Bundesstraße B 410 gesetzt.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Wir sorgen für ein Comeback der Infrastruktur! Eine leistungsfähige, moderne und effiziente Verkehrsinfrastruktur ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von zentraler Bedeutung. Sie zu sichern, ist deshalb das zentrale verkehrspolitische Ziel der Bundesregierung. Das gilt auch für wichtige Maßnahmen im Zuge von Bundesstraßen wie hier in Gerolstein, die dazu beitragen, dass wir die Infrastruktur verbessern. Deshalb investieren wir hier als Bund fast 16 Millionen Euro. Davon profitiert die gesamte Region.“
Achim Schwickert, Verkehrsminister des Landes Rheinland-Pfalz: „Mit dem heutigen Spatenstich kommen wir dem Ziel, den Verkehr in Gerolstein zukunftsfähig aufzustellen und die Verkehrssicherheit zu verbessern, einen großen Schritt näher. Mit Fertigstellung des Gesamtpaketes bis Ende 2028 wird in Gerolstein eine moderne, leistungsfähige Verkehrsader entstehen, die auch die verkehrliche Entwicklung der Stadt Gerolstein berücksichtigt.“
Als einzige innerörtliche Querungsmöglichkeit für den motorisierten Individualverkehr über die Kyll und die Eisenbahnstrecke Köln – Trier kommt der Hochbrücke eine besondere Bedeutung für die Mobilität in Gerolstein zu. Sie verbindet die nördlichen und südlichen Stadtteile miteinander und ist damit von zentraler Bedeutung für die Erreichbarkeiten innerhalb des Stadtgebiets. Da die im Jahr 1952 errichtete Brücke den heutigen baulichen und verkehrlichen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde, waren eine Modernisierung und Erneuerung der Verkehrsanlage erforderlich.
Mit Vorliegen des Baurechts, dem Abschluss der bauvorbereitenden Planungsarbeiten durch den Landesbetrieb Mobilität und der Sicherstellung der Finanzierung durch den Bund konnte bereits im März mit den Gründungsarbeiten für die Fundamente der Widerlager der neuen Hochbrücke begonnen werden. Der Ersatzneubau umfasst weit mehr als die eigentliche Brücke: Neben einer breiteren Fahrbahn mit beidseitigen Radfahrstreifen und Gehwegen wird auch die lichte Höhe über den Gleisen erhöht, um die Voraussetzungen für eine spätere Elektrifizierung der Eifelstrecke zu schaffen. Zudem werden die angrenzenden Knotenpunkte nördlich und südlich der Brücke als Kreisverkehre neugestaltet.
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei rund 20,5 Millionen Euro. Der Bund stellt für die Straßenbrücke einschließlich des Anteils der Deutschen Bahn AG am Brückenbauwerk mit rund 16 Millionen Euro den überwiegenden Teil der Kosten bereit. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit rund 1,5 Millionen Euro, während die Stadt Gerolstein für den Ausbau der kommunalen Verkehrsinfrastruktur rund 3 Millionen Euro aufwendet.
Ergänzend werden im Auftrag der Stadt Gerolstein ein Park-and-Ride-Parkplatz sowie ein Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) errichtet. Das Land beabsichtigt, diese Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro zu unterstützen.
Die Arbeiten zum Bau der neuen Hochbrücke in Gerolstein laufen auf Hochtouren und gehen gut voran. Bei der Verkehrsführung stehen weitere Änderungen bevor.
Die Stützwand am südlichen Brückenkopf nimmt konkrete Formen an. Die letzten Elemente der Wand wurden betoniert und das Gelände wird anschließend verfüllt. Die Vorarbeiten für die Fundamente der Behelfsbrücke und den Hilfspfeilern in den Uferbereichen der Kyll haben begonnen.
Am nördlichen Brückenkopf finden die Bohrarbeiten zur Gründung des Widerlagers statt. Für die Herstellung der Großbohrpfähle wird ein größeres Bohrgerät eingesetzt. Mit dem bereits vor Ort vorhandenen Bohrgerät werden die Gründungsarbeiten für Baubehelfe im südlichen Bereich fortgeführt. Auch die Arbeiten für die Erstellung der Baugrube für den Mittelpfeiler im Bereich der Bahnhofsstraße sind angelaufen.
Wie es jetzt weitergeht:
Zu den dann folgenden Arbeiten gehören die Schal- und Bewehrungsarbeiten für das Fundament des Mittelpfeilers. Damit entsteht die sogenannte Pfahlkopfplatte. Die Vorarbeiten für die Erstellung der Behelfsbrücke werden immer sichtbarer.
Konkrete Planungen gibt es auch im Bereich des Kasselburger Weges. Ab dem 10. Juni und voraussichtlich bis Ende September finden im Bereich der Straße von Höhe des Imbissstandes bis zur Einmündung auf das Bahngelände umfangreiche Tiefbauarbeiten statt. Die vorhandene Wasserleitung wird verlegt und es werden weitere Arbeiten an den bestehenden Versorgungsleitungen durchgeführt.
Das hat umfangreiche Verkehrsregelungen zur Folge. Für den Pkw-Verkehr wird eine Einbahnstraßenregelung über die Gymnasialstraße eingerichtet. Die Ausfahrt erfolgt über Pelm. Die Verbindung zwischen Gymnasialstraße und Kasselburger Weg kann von Lkw nicht genutzt werden. Deshalb müssen diese von Pelm ein- und ausfahren. Im Bereich des Lokschuppens wird aufgrund der Engstelle eine Ampel gestellt.
„Die Ausbauarbeiten auf Höhe Imbissstand bis Einmündung Bahngelände im Kasselburger Weg werden vorgezogen. Damit erreichen wir eine Verkürzung der Gesamtbauzeit“, sagte Viola Herrmann vom Landesbetrieb Mobilität Gerolstein.
Vom 8. bis 12.Juni wird die Fläche am neuen ZOB am Bahnhof asphaltiert. In diesem Zeitraum ist die Bahnhofstraße nur über die Zuwegung an der Buchhandlung erreichbar, die Postbrücke wird gesperrt. Im Bereich der Baugrube für den Mittelpfeiler wird der Verkehr einspurige geführt. Danach wird der Verkehr zum Bahnhofsbereich und die anschließende Bahnhofstraße wieder wie derzeit über die Postbrücke geführt. Der Bereich am künftigen Mittelpfeiler ist dann wieder voll gesperrt.
Die Arbeiten zum Bau der neuen Hochbrücke in Gerolstein sind flächendeckend gestartet.
Mehrere Baufirmen und zahlreiche Facharbeiter haben in wenigen Wochen den Bereich der Hochbrücke in eine Großbaustelle verwandelt. Auf beiden Seiten des Bauwerkes haben die bisher durchgeführten Arbeiten das Stadtbild bereits verändert. Der offizielle Spatenstich erfolgt am 14. Juni beim verkaufsoffenen Sonntag in Gerolstein.
Unterhalb des Kasselburger Weges wurde eine Gabionenwand erstellt und der obere Bereich wurde abgeböscht. Im Endausbau wird hier der neue Radweg verlaufen. Am südlichen Brückenkopf schreiten die Arbeiten zum Bau einer Stützwand voran. Diese Arbeiten bereiten die Basis für den neu zu errichtenden Kreisverkehr vor.
Im Bereich der Bahnhofsstraße wurde mit der Gründung der Bohrpfähle für den neuen Mittelpfeiler begonnen. Dazu wird ein Großbohrgerät eingesetzt. Diese raumgreifenden Arbeiten bedingen die derzeitige Vollsperrung der Bahnhofsstraße. Der Bahnhof Gerolstein und die angrenzenden Arztpraxen und Betriebe sind über den vorgelagerten Kreisverkehr in der Brunnenstraße erreichbar. Nach der Herstellung der Bohrpfähle und der Baugrube für das Fundament des Mittelpfeilers wird die Bahnhofsstraße wieder halbseitig für den Verkehr freigegeben.
Für die Gründung des Widerlagers am nördlichen Brückenkopf werden vorbereitende Arbeiten durchgeführt. Dazu wird eine Trägerbohlwand für die Sicherung der Baugrube hin zu den Gleisen erstellt.
Wie es in den kommenden Wochen weitergeht
Für den Ersatzneubau und die Behelfsbrücke sind Fundamente in den Uferbereichen der Kyll erforderlich, die letztlich wieder zurückgebaut werden. Zur Herstellung wird eine Arbeitsebene in der Kyll erstellt. Auch zwischen den Bahngleisen 4 und 5 wird ein temporäres Fundament gebaut. Am neuen Widerlager Nord werden, wie jetzt am Mittelpfeiler, die Gründungsarbeiten mit der Herstellung der Großbohrpfähle vorangetrieben.
Die aktuellen Bauarbeiten schränken die Verkehrsführung insbesondere im Bereich am neuen Mittelpfeiler in der Bahnhofstraße für Autofahrer und Fußgänger ein. Hinweis- und Sperrschilder regeln den Verkehrsfluss. „Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer eindringlich, die abgesperrten Bereiche weder zu befahren noch zu betreten und bedanken uns für das Verständnis“, so Viola Herrmann vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein.
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Was bisher geschah
Im Februar 2026 wurden zur Vorbereitung des Baufeldes und der Baustelleneinrichtung erforderliche Rodungsmaßnahmen sowie erste Suchschachtungen zur Feststellung von Leitungslagendurchgeführt. Der bisher nutzbare Parkplatz P1 wird zur Durchführung der Bauarbeiten benötigt. Er wurde mit einem Bauzaun abgesperrt. Die Parkplätze P2 (LBM) und P3 (Hutterparkplatz / Stadtmitte) stehen wegen der Bauarbeiten im Zuge der Herstellung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) derzeit nicht zur Verfügung. Nach aktueller Planung werden sie voraussichtlich Ende Juli 2026 zum Parken freigegeben.
Was demnächst geschieht
Fachfirmen werden ab Mitte März 2026 Kampfmittelsondierungen durchführen. und gegebenenfalls beseitigen. Die ersten Baumaschinen werden an der Baustelle eintreffen.
Das ungenutzte Garagengebäude im Bereich zwischen der Schlossapotheke und der Bundesstraße 410 wird zurückgebaut. Danach wird mit den Gründungsarbeiten für eine neue Stützmauer begonnen.
Ab April 2026 werden die Gründungsarbeiten für die Fundamente der Widerlager für die neue Hochbrücke durchgeführt. Dazu kommt ein großes Bohrgerät zum Einsatz.
Über die laufenden Arbeiten und zu Fragen der Verkehrsführung informieren wir in regelmäßigen Abständen (siehe auch QR-Code Mitteilungsblatt). Bürger, die Fragen zum Projekt oder der aktuellen Baustellensituation haben, können diese jeden Mittwoch in der Zeit von 14.30 bis 15.30 Uhr im Dienstgebäude des LBM (Außenstelle ehemaliges Postgebäude) stellen. Sie finden uns über den Seiteneingang im Besprechungsraum im Erdgeschoss. Der erste Termin ist am Mittwoch, 18.03.2026.
Verkehrsführung
Die Verkehrsführung über die Hochbrücke wird grundsätzlich zweistreifig erfolgen. Dabei werden kurze Ampelphasen geschaltet. Änderungen in der Verkehrsführung werden jeweils zwei Wochen vorher bekannt gegeben. Dabei werden auch die Wege für Fußgänger und Radfahrer beachtet.
„Wir setzen alles daran, die Einschränkungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Dazu wurde mit allen in Verkehrsfragen beteiligten Stellen ein Verkehrs- und Umleitungskonzept erarbeitet. Mit Beginn der Baumaßnahmen und der Einrichtung verkehrslenkender Regelungen werden wir diese beobachten und wenn nötig anpassen“, sagt Bruno von Landenberg, Leiter des LBM Gerolstein. Gleichzeitig bittet er die Bevölkerung um Verständnis und Geduld. „Auch wenn der Verkehr grundsätzlich zweistreifig geführt wird, werden auch temporäre, kleine Einschränkungen nicht zu vermeiden sein. Gemeinsam können wir uns auf die Zeit danach freuen. Wir werden eine deutlich verbesserte und entspannte Verkehrssituation im Stadtgebiet haben“, so von Landenberg weiter.
Streckenverlauf
Die Hochbrücke in Gerolstein überführt die Bundesstraße 410 über die Gleisanlagen der DB-Strecke 2631 Hürth-Kalscheuren – Ehrang, die Bahnhofstraße sowie die Kyll.
Zur Visualisierung
Bauzeit
März 2026 - Frühjahr 2028
Vollsperrung:
März 2027 - Februar 2028
Baukosten
Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei rund 20,5 Millionen Euro.
Chronologie
März 2026:
Baubeginn
März 2025:
Planfeststellungsbeschluss hat Bestandskraft
Dezember 2024:
Planfeststellungsbeschluss
Der Baufortschritt in Bildern
© LBM/AGENTUR HÖSER

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Offizieller Spatenstich - Juni 2026
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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Achim Schwickert den symbolischen Spatenstich gesetzt.
Aktueller Baufortschritt
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Alle Videos zum aktuellen Baufortschritt finden Sie auf unserem YouTube-Kanal (@LBMRLP).
Verkehrs- und Umleitungskonzept

Der Schwerverkehr wird großräumig umgeleitet. Der Pkw-Verkehr und der ÖPNV kann weiterhin durch Gerolstein fahren.
Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit sind mehrere Bauphasen geplant.
Die Arbeiten an den Unterbauten der Brücke werden zunächst keinen weiteren Einfluss auf den Verkehr der klassifizierten Straßen haben.
Erst für die Arbeiten am südlichen Widerlager wird eine Behelfsbrücke erforderlich werden, welche den Verkehr (Pkw + ÖPNV) auf die vorhandene Brücke leitet. Bis auf kürzere Einschränkungen des Verkehrs (z.B. für Anschlussarbeiten der Behelfsbrücke an den Bestand) wird der Verkehr im Jahr 2026 grundsätzlich weiterhin 2-spurig durch den Baustellenbereich geleitet.
Nach der Erstellung der Unterbauten wird mit dem Rückbau der Behelfsbrücke und des Bestandsbauwerks begonnen und die B 410 für maximal 1 Jahr für den Verkehr voll gesperrt.
Dieser Zeitraum ist von März 2027 bis März 2028 terminiert. Der Durchgangsverkehr (Pkw und ÖPNV) der B 410 und L 29 sowie der Anliegerverkehr im Stadtgebiet wird für die Dauer der Vollsperrung der Hochbrücke über eine nahräumige Umleitung über die Rader- und Lissinger Straße ( L 29 + K 32) geleitet. Für Lkw werden großräumige Umleitungsstrecken eingerichtet.
Für Arbeiten mit Einfluss auf die Gleisanlagen sind Sperrpausen bei der DB beantragt. Dies betrifft insbesondere den Abbruch der Bestandsbrücke im März 2027.
Weitere Informationen sind während der Bauzeit auch auf verkehr.rlp.de abrufbar.
Planungskonzept
Zur Verbesserung der Verkehrsqualität und Verkehrssicherheit werden die zur Hochbrücke angrenzenden Knotenpunkte zu Kreisverkehrsplätzen umgebaut. Dabei werden die beiden nördlichen Knotenpunkte zu einem Kreisverkehrsplatz in Form einer „liegenden 8“ umgebaut und zusammengefasst.
Zur Verbesserung der Radverkehrsführung und dem nahtlosen Anschluss an die bestehende Radinfrastruktur werden im gesamten Planungsraum Maßnahmen wie Radfahrstreifen und Radschutzstreifen vorgesehen. Hierfür wurde eigens ein entsprechendes Radverkehrskonzept erstellt.
Durch die Drehung und Lageverschiebung der Hochbrücke gegenüber dem Bestand wird eine Optimierung der Anbindung an den nördlichen Kreisverkehrsplatz und des Immissionsschutzes an der vorhandenen Bebauung erreicht.
Konstruktion der Hochbrücke
Zur Überführung der B 410 über die Gleisanlagen der DB, die Bahnhofstraße sowie die „Kyll“ wird das bestehende Brückenbauwerk abgebrochen und neu errichtet.
Die neue Brücke ist als zweifeldriges Bauwerk mit einer Gesamtstützweite von ca. 107 m konzipiert. Dabei wurde die lichte Höhe über den Gleisen mit der DB in Bezug auf die anstehende Elektrifizierung abgestimmt. Über der DB-Strecke wird ein Berührungsschutz ausgeführt.
Der Überbau wird in Stahl-Beton-Verbundbauweise unter Zuhilfenahme von Fertigteilen ausgeführt. Hierdurch ist eine Beschleunigung der Bauzeit für den Überbau möglich. Die Gründung des Bauwerks erfolgt auf Bohrpfählen, wodurch ein sicherer Lastabtrag in tragfähige Bodenschichten – wie beispielsweise Fels – sichergestellt werden kann. Die Fahrbahnübergänge werden als lärmgeminderte Konstruktionen vorgesehen.
Die Hochbrücke und die anschließenden Stützwände wurden mit der BIM– Methode digital und dreidimensional modelliert. Sie ist eines vom mehreren Pilotprojekten in Rheinland-Pfalz zur breiten Implementierung vom BIM. Building Information Modeling, kurz BIM, ist ein zentrales Instrument zur Digitalisierung von Bau- und Planungsprozessen im Hoch- und Tiefbau.
Visualisierungsfilm
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