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Von KI bis Schutz vor Cybergrooming: Wie rheinland-pfälzische Schulen jetzt das Pflichtfach Informatik gestalten können

Weitere 30 Pilotschulen in Rheinland-Pfalz haben zum Start des neuen Schuljahrs das Pflichtfach Informatik eingeführt. Dieses soll auch Medienkompetenz umfassen. Zusätzlich zum Lehrplan des Bildungsministeriums stellt der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) niedrigschwellige Medienkompetenz-Angebote für Lehrkräfte, Kinder, Jugendliche und Eltern zur Verfügung – und das kostenlos.
Bild aus Klassenraum in einem Datenschutz-Schülerworkshop
Datenschutz-Schülerworkshop an der Hermann-Gmeiner-Realschule plus Daaden/Westerwald, Referentin: Michaela Weiß

„Es ist sehr erfreulich, dass so viele Schulen schon vor der verpflichtenden Umsetzung ab Sommer 2028 Informatik als Pflichtfach einführen“, sagt der Landesbeauftragte Professor Dieter Kugelmann. „Angesichts steigender Social-Media-Sucht bei Kindern und Jugendlichen und der rasanten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz kann die Förderung der Medienkompetenz nicht früh genug anfangen.“ 

Ein eigenes Angebot zu diesem Thema stellt der Landesbeauftragte auf seiner Internetseite unter www.datenschutz.rlp.de/alle-themen/medienkompetenz-/-schule zur Verfügung. Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen sowie Eltern können sich dort rund um das Thema Medienkompetenz und Datenschutz informieren oder ihre Schulklasse für kostenlose Workshops anmelden. „Sowohl im Informatik-Unterricht als auch privat sollte das Thema Datenschutz nicht vernachlässigt werden“, so der Landesbeauftragte. „In Zeiten, in denen persönliche Daten weltweit wie eine Ware gehandelt werden, ist Datenschutz nicht weniger als der Schutz der eigenen Identität.“

Unterrichtsmaterialien und Schülerworkshops

Rund 400 kostenlose Schülerworkshops führt der LfDI jedes Jahr in ganz Rheinland-Pfalz durch, um Kinder und Jugendliche ab der dritten Klasse für einen sicheren Umgang mit ihren Daten in der Digitalen Welt zu sensibilisieren und ihnen mögliche Gefahren bei der alltäglichen Nutzung von Smartphone, Smartwatch und Co. aufzuzeigen. Altersgerecht vermitteln die geschulten Referenten und Referentinnen beispielsweise Kenntnisse zu Künstlicher Intelligenz (KI), Social Media und den dahinter verborgenen Geschäftsmodellen, Messengern und Gaming und erklären, wie man Cybergrooming oder Fake-News erkennt und die eigene Privatsphäre im Internet schützt.

Darüber hinaus hat das Team des Landesbeauftragten Materialien für Lehrkräfte rund um das Thema KI entwickelt. Die Arbeitsblätter, Aufgaben und kleinen Experimente ermöglichen den Themeneinstieg in unterschiedlichen Komplexitätsstufen und stehen als kostenloser PDF-Download auf der Plattform YoungData unter www.youngdata.de/vor-ort/rp/unterricht-ki bereit.

Datenschutz, für den sich auch Jugendliche interessieren: YoungData.de

YoungData.de bietet zudem noch viel mehr als nur Unterrichtsmaterial: Welche Daten gebe ich beim Zocken meines Lieblingsspiels preis? Wie erkenne ich Fake-Kettenbriefe bei WhatsApp? Und was geschieht mit meinen Daten auf TikTok? Speziell für Jugendliche entwickelt, informiert das Portal verständlich und kompakt zum Datenschutz und zur Informationsfreiheit, gibt Tipps für ein kluges Verhalten im Internet, erklärt technische und juristische Zusammenhänge und berichtet über die digitale Zukunft unserer Gesellschaft. Die Seite wurde 2013 vom LfDI Rheinland-Pfalz entwickelt und 2023 mit dem 3. Platz in der Kategorie „Jugendpreis Bildung“ des Kindersoftwarepreises TOMMI ausgezeichnet. Inzwischen ist das Portal ein gemeinsames Projekt der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder sowie des Kantons Zürich in der Schweiz.

 

Weitere Informationen:

Medienkompetenz beim LfDI

KI-Unterrichtsmaterialien

YoungData.de

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