BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 
Kreisverwaltung Ahrweiler - Vaterschaftsfeststellung

Vaterschaftsfeststellung

Wie wird die Vaterschaft festgestellt

Die Vaterschaftsfeststellung erfolgt freiwillig durch eine öffentliche Beurkundung.

Die Beurkundung ist bei folgenden Institutionen möglich:

  • Notar
  • Amtsgericht
  • Standesbeamter
  • Urkundsperson des Jugendamtes
  • Gericht, bei dem eine Vaterschaftsklage anhängig ist
  • Die Beurkundung beim Jugendamt ist kostenlos.

Für die Beurkundung ist es erforderlich, dass die Mutter den Vater benennt und dieser die Urkunde über die Vaterschaftsanerkennung freiwillig unterschreibt. Die Anerkennung bedarf zusätzlich der Zustimmung der Mutter. Auch die Zustimmung muss durch die Urkundsperson beurkundet werden.

Ist der Vater beschränkt geschäftsfähig (z. B. noch nicht volljährig), ist für die Anerkennung die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters notwendig (in der Regel die sorgeberechtigten Eltern).
Gleiches gilt, wenn die Mutter beschränkt geschäftsfähig ist, für deren Zustimmung.

Wird die Vaterschaft nicht freiwillig durch Beurkundung anerkannt, besteht die Möglichkeit der gerichtlichen Vaterschaftsfestellung.

Hierzu bedarf es der Einreichung einer Vaterschaftsfeststellungsklage beim zuständigen Familiengericht.

Bedeutung der Vaterschaftsfeststellung

Für jedes Kind ist es von großer Bedeutung zu wissen wer sein Vater ist.

Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass in allen Bereichen des öffentlichen Lebens nur derjenige als Vater anerkannt wird, dessen Vaterschaft festgestellt wurde. Die Rechtswirkungen der Vaterschaft können grundsätzlich erst vom Zeitpunkt ihrer Feststellung an geltend gemacht werden.

Die Feststellung ist darüber hinaus aber insbesondere auch aus folgenden Gründen wichtig:

  • zur Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen für das Kind und gegebenenfalls für die Mutter
  • zur Geltendmachung erbrechtlicher Ansprüche
  • zur Beurkundung eines gemeinsamen Sorgerechts von Vater und Mutter
  • zum Bezug öffentlicher Leistungen, bei denen der Staat in Vorleistung tritt und die Zahlungen ganz oder teilweise beim Unterhaltsverpflichteten einfordert, z. B. Unterhaltsvorschuss, Sozialhilfe usw. Ohne Mithilfe bei der Feststellung der Vaterschaft können diese Leistungen abgelehnt werden.


Druckersymbol Druckversion (zuletzt geändert am 2011-04-19 10:22:04)